„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust …“

Gleich erkannt? Genau, dieses Zitat aus Goethes bekanntestem Drama darf in keiner Zitatensammlung fehlen; und da Faust nicht nur zwei Seelen in seiner Brust wohnhaft wähnt, sondern die Tragödie auch zwei Teile hat, schickt die Tollhaus Theater Compagnie im Rahmen des Münchner Faust-Festivals auch gleich zwei Produktionen an den Start.

Goethes Fäuste – stark gekürzt hat am 19. April 2018 Premiere auf der Kleinen Bühne der Pasinger Fabrik. Bis 5. Mai 2018 schließen sich zehn weitere Vorstellungen an.

Faust im Ring – Runde 2 wird am 12. Mai 2018 seine Welturaufführung im BOXWERK in der Maxvorstadt feiern. Nachdem die Opernsänger Stefan Sevenich und Cornel Frey sich in Faust im Ring – Runde 1 am Vorabend des Stoffes bereits musikalisch angenommen haben.

Wohin also gehen? In die Pasinger Fabrik? Ins BOXWERK? Sowohl als auch! Die beiden Tollhaus-Produktionen unterscheiden sich nicht nur nach ihrem Aufführungsort – hier die 7 x 5 Meter große klassische Guckkastenbühne, dort die 5 x 5 Meter eines Boxrings –, sondern sehr deutlich auch nach der Art ihres Zugriffs auf den Stoff. Mehr wird nicht verraten.





Die tollhaus theater compagnie ...

... ist eine freie Theatergruppe in München und als GbR organisiert. Die Gesellschafter sind Christian Auras, Ulrike Auras, Anton Demarczyk, Cornelia Kühnel und Barbara Wankerl. Zusammen mit diesen haben langjährige Mitglieder wie Anette Achtzehnter und Hans Schlicht das Gesicht von Tollhaus geprägt. Neu hinzugekommen sind im Lauf der letzten Jahre weitere maßgebliche Mitwirkende wie Daniel Kupp, Anna Verena Ruth und Jonathan Noé.

Die Wurzeln der Tollhaus Theater Compagnie reichen zurück bis 1984. Den Kern der Truppe bilden heute Mitglieder mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Schauspiel, Regie, Bühnenbild und -technik. Alle Mitwirkenden sind weitgehend Autodidakten, die aber mit Profis aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten, etwa dem Komponisten und Musiker Christopher Fellinger.

Hauptspielort der Tollhaus Theater Compagnie ist die Pasinger Fabrik in München. In jedem Jahr kommen ein bis zwei Inszenierungen zur Aufführung. Das Spektrum reicht dabei von Stücken zeitgenössischer Autoren wie István Eörsi, Torsten Buchsteiner, David Gieselmann, Shelagh Stephenson, John von Düffel oder Jeremy Menekseoglu bis hin zu Dramen von Bühnenklassikern wie William Shakespeare, Karl Valentin und Heinrich von Kleist. Und unter den Produktionen der TTC finden sich Farcen, Komödien, ernste Dramen und Tragödien.

Sich nicht auf eine bestimmte Art von Stücken zu spezialisieren ist für Tollhaus also Programm, denn – wie Friedrich Schiller sagt: Jeder Stoff will seine eigene Form, und die Kunst besteht darin, die ihm anpassende zu finden. Der Wechsel zwischen modern und klassisch, zwischen tragisch und komisch bietet der Tollhaus-Crew die Möglichkeit, ihre Theaterfertigkeiten immer weiter auszubilden, gleichzeitig kann dem Publikum eine breite und abwechslungsreiche Palette von Stücken geboten werden.

Weiter erzählen:

+++ News +++

März 2018: Gleich zwei mal zwei Fäuste. In der Pasinger Fabrik und im Boxwerk.

Oktober 2017: Es kolpert im Gebälk... mehr...

Januar 2016: 2. Runde Zigeuner-Boxer mehr...

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