Antje Wabnitz

Ihre Liebe zum Theater entdeckte Antje Wabnitz schon als Jugendliche. Über das Schultheater und den Theaterverein ihres Heimatortes kam sie schließlich zum Studium der Theaterwissenschaften nach München. In dieser Zeit wirkte bei sie zahlreichen Studententheaterprojekten mit und nahm an unterschiedlichsten Theater-Workshops teil. Für das Fast Food Improvisationstheater war sie dann hinter den Kulissen als Managerin tätig.

In der Zeit lernte sie Ulrike Auras kennen, die ihr kurz vor der Premiere der Inszenierung «Der Menschfeind» (Molière/Enzensberger) im Jahr 1997 das Angebot machte, den Part der Fernsehmoderatorin zu übernehmen. In ihrer ersten, frei improvisierten Rolle beim Tollhaus interviewte sie die Zuschauer als «Gäste» einer Adelsparty auf überaus charmante Weise und hielt das Publikum «draußen an den Bildschirmen» über den VIP-Event auf dem Laufenden.

Kurz darauf, 1998, überzeugte sie in der Liebestragödie «Die Amazonen» (Stefan Schütz)als Amazonenfürstin Antiope, die sich der Staatsräson widersetzt und zum Opfer männlicher Intrigen wird. In der Rolle der Pippa in «Dirty Dishes» (Nick Withby, 1999) versuchte sie als Managerin eines überfüllten Restaurants Normalität zu wahren – und glänzte als Nervensäge im Bemühen, das illegal beschäftigte Personal trotz offensichtlicher Ausbeutung bei Laune zu halten.

Es folgte eine Rolle als «Frau» bei «Hiob Proben» (Istvàn Eörsi), bevor sie 2001 für die Produktion von Macbett» (Eugene Ionesco) die Regie übernahm. Antje Wabnitz gelang eine dicht komponierte Farce mit Schaukeln, Golf- und Federballspiel, deren Harmlosigkeit die mörderischen Machtspiele nur noch beklemmender erscheinen ließen.

Danach hatte sie Rollen im «Catull-Projekt» (Tollhaus-Eigenproduktion, 2002) und «Popcorn» (Ben Elton, 2003). Beim Karl-Valentin-Abend «Und am Ende trat plötzlich der Schluss ein» (2007) spielte sie mehrere Figuren, wobei sie im «Vogelkäfig» ihr komödiantisches Talent überragend zur Schau stellte. In der Produktion «Lust» von Franz Wittenbrink im Jahr 2011 spielt und singt sie bravourös den Charakter der Olga, einer Russin im Wodka-Rausch.

«Theater ist für mich die schönste und unmittelbarste Art und Weise, sich mit Geschichten und Gefühlen auseinander zu setzten. Es fasziniert mich immer wieder, mit einer Gruppe von unterschiedlichsten Menschen intensiv zusammen zu arbeiten, meine Grenzen auszuloten und Neuland zu erkunden».


Weiter erzählen:

+++ News +++

Februar 2019: Die Damen warten - Sibylle Berg mehr...

März 2018: Gleich zwei mal zwei Fäuste. In der Pasinger Fabrik und im Boxwerk.

Oktober 2017: Es kolpert im Gebälk... mehr...

+++ Newsletter +++




abmelden

+++ Follow us +++