Anton Demarczyk

Seit Anton Demarczyk im Jahr 2004 zur Tollhaus Theater Compagnie stieß, hat er an allen Produktionen mitgewirkt - auf der Bühne ebenso wie hinter den Kulissen, wo er eine sachkundige und zuverlässige Größe in den Bereichen Technik und Bühne ist, zudem kümmert er sich um die Pflege der Website.

Im Jahr 1992 stand er in M.O. Tauchens «Der Watzmann ruft» zum ersten Mal auf der Bühne. Von 1996 bis 2000 war er Mitglied der freien Improvisationstheatergruppe «All timer», mit der er zahlreiche Auftritte absolvierte. Mit der Rolle eines von Putz- und Waschzwang gequälten jugendlichen Anstaltsinsassen in «Panoptikum futurum», einer Produktion des Theater OK und der Aids-Stiftung, kehrte Anton Demarczyk im Jahr 2000 zum Schauspiel zurück.

In der Regie von Claus Martin Kraft folgte 2002/2003 das Stück «Rechts Außen», in dem Anton Demarczyk eine überzeugende Darstellung des rechtsradikalen Aussteigers Frank lieferte.

Seine erste Rolle bei Tollhaus war 2004 Herr Baader in «Top Dogs». In der Shakespeare-Bearbeitung «SommerNachtTräume» konnte Anton Demarczyk für den Wanderschauspieler Zettel seine umfangreiche Improtheater-Erfahrung mobilisieren und übernahm daneben die Regieassistenz. Zu seiner nächsten Rolle als Ralph in «Herr Kolpert» von David Gieselmann schrieb der Merkur: «... besonders Anton Demarczyk trägt mit seiner Bühnenpräsenz und seiner Treffsicherheit beim Servieren der Dialoge zum brillanten Gelingen dieser vergnüglichen und rasanten Komödie bei ...» In John van Düffels «Othello.Therapie» ließ er sich als Hässlicher Rodrigo ganz uneitel und mit Erfolg auf das Wagnis einer stummen (und schwer fassbaren) Rolle ein. In seiner bisher wohl «besten und liebsten Rolle» als Massenmörder Wayne überzeugte er in Ben Eltons «Popcorn» den «Münchner Merkur» als «fabelhaft prolliger, aufbrausender Gangster, der keinerlei Skrupel zeigt».

Im Karl-Valentin-Szenenabend «Und am Ende trat plötzlich der Schluss ein» - konnte er in mehreren Rollen seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Seine Interpretation des Muttersöhnchens Adam in Alan Ayckbourns «Glückliche Zeiten» ließ die Kritikerin des «Münchner Merkur» von einem «hinreißend linkischen Woody-Allen-Verschnitt» schwärmen. In Kleists «Penthesilea »gelang Anton Demarczyk eine überzeugende zeitgemäße Interpretation des Achilles.

Bei der Inszenierung von «Nordost» (Torsten Buchsteiner) war er zusammen mit Daniel Kupp und Cornelia Kühnel für die komplexe Technik zuständig. Für die aktuelle Produktion «Schillers sämtliche Werke ... leicht gekürzt» kehrt Anton Demarczyk auf die Bühne zurück. Das Stück erlaubt ihm einmal mehr, tief in die Kiste seiner komödiantischen Talente zu greifen.

Bei der Arbeit am Stück macht es Anton Demarczyk großen Spaß, dem geschriebenen Text Leben zu geben, daran herumzutüfteln, ihn auf verschiedenste Weisen zu interpretieren und die Ergebnisse dieses Feilens und Tüftelns dann ins Stück einzubauen. Am meisten reizt es Anton Demarczyk bei der Theaterarbeit, sich immer wieder einer neuen Herausforderung zu stellen - und sie zu bewältigen.


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