Barbara Wankerl

Barbara Wankerl kam 1991 zum Tollhaus. Davor war sie am Regensburger Studententheater aktiv.

In ihrer ersten Rolle bei der Tollhaus Theater Compagnie spielte sie den Sohn «Andi» in «Familienfest», der improvisierten Bühnenfassung eines Prosatexts. Nach einer Regieassistenz und einer längeren Pause konzipierte sie 1997 die Videoeinspielungen für die Inszenierung von Molières «Der Menschenfeind», bevor sie in «Die Amazonen» von Stefan Schütz 1998 als «Orytheia» wieder auf der Bühne stand.

Es folgte die schwarze Komödie «Dirty Dishes» von Nick Whitby, in der sie die illegale polnische Kellnerin Marie-Claire spielte («...ich bin eigentlich Módel...Módel fir Hände...»). In der Farce «Macbett» von Ionesco verwirrte sie als Kammerzofe/Hexe die Königsmörder Macbett und Banco, bevor sie als größenwahnsinniger Tyrann Malcolm eine neue Schreckensherrschaft verkündete. Einer ihrer Lieblingscharaktere ist die Ärztin Mary, die Hauptfigur in der Komödie «Das Gedächtnis des Wassers» von Shelagh Stephenson. In der Tragödie «Das Geschenk der Gorgo» von Peter Shaffer übernahm sie in der zweigeteilten Hauptrolle den Part der älteren Helen.

«In der Schauspielarbeit faszinieren mich Außenseiter und Freaks, die sich gewollt oder ungewollt am Rand ihres gesellschaftlichen Kontexts bewegen», sagt Barbara Wankerl. Den Puck in «SommerNachtTräume» nach Shakespeare legte sie daher als illusionslosen Leistungsverweigerer an. Und als eine ihrer interessantesten Rollen bezeichnet sie die «Hässliche Bärbel» in «Othello.Therapie» (John von Düffel), die sich wortlos und ohne Gegenwehr der Lächerlichkeit preisgibt. Schließlich spielte sie in der tiefschwarzen Komödie «Popcorn» von Ben Elton die naive und dabei hochexplosive Killerin Scout («...ich find´s toll wie der Schaumfestiger aus der Dose kommt. Wie ist das alles da reingekommen?...»). 

2007 spielte sie diverse Figuren in «Und am Ende trat plötzlich der Schluss ein», einer zeitgemäßen Bearbeitung verschiedener Szenen von Karl Valentin, und in Heinrich v. Kleists «Penthesilea» glänzte sie als Meroe. Zuletzt überzeugte sie in «Nordost» von Torsten Buchsteiner durch ihre einfühlsame Darstellung der Medizinerin Tamara, welche die Geiselnahme im Theater an der Dubrowka als Notärztin im Einsatz erlebt.

«Für mich liegt die Faszination beim Schauspielen darin, fiktive Charaktere zu entschlüsseln und sie zum Leben zu erwecken. Ich bin gespannt darauf, wem ich in unseren nächsten Projekten begegnen werde!»


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