Daniel Kupp

Daniel Kupp kam 2008 für Heinrich von Kleists «Penthesilea» zur tollhaus theater tompagnie; in der Rolle des Odysseus überzeugte er als Anführer der griechischen Männer-Kriegsbande und Gegenspieler Achills.

In der folgenden Produktion, Torsten Buchsteiners «Nordost», setzte Daniel seine reichhaltigen Erfahrungen hinter den Kulissen ein. Er unterstützte das Ensemble als Mitverantwortlicher für Bühnenbau sowie für Videodramaturgie und Videoschnitt.

Wieder auf der Bühne stand er dann 2009/ 2010 in «Schillers sämtliche Werke ... leicht gekürzt» von Michael Ehnert, die mit bis dato rund 20 Aufführungen einen Laufzeitrekord aufstellte. In dieser Produktion konnte Daniel seine schauspielerische Vielfalt zeigen. Er beeindruckte das Publikum durch seine Darstellung des wandelnden Lexikons Chris, der in seiner schulmeisterlichen Art die Mitspieler oft zur Weißglut treibt, und eines wunderbar tuntigen und komischen Iffland; daneben begeisterte er durch seine Interpretation unterschiedlichster Schiller-Charaktere – tief bewegend seine Johanna von Orléans, packend böse sein geiler Franz Moor, faszinierend schleimig sein fieser Intrigant Wurm und bestechend komisch sein überdreht hitzköpfiger Mortimer.

In der neuesten Produktion der tollhaus theater compagnie, Franz Wittenbrinks Liederabend «Lust», ist Daniel in der Rolle des Paul zu sehen, einem arbeitslosen Philosophen, der sich in einer Tabledance-Bar auf der Hamburger Reeperbahn eingenistet hat, und "…der an der eigenen Fassungslosigkeit über seine allzu menschlichen sexuellen Gelüste langsam zu Grunde geht." (Münchner Merkur, 31.01.2011) Für ihn, wie für das ganze Ensemble, hält das neue Stück eine ganz besondere Herausforderung bereit: «Lust» wird sehr wenig gesprochen, dafür aber umso mehr gesungen. Parallel zu der zeitaufwendigen Probenarbeit muss Daniel (wie das gesamte Ensemble) hierfür zusätzlich das Singen trainieren.

Daniels Theaterwurzeln reichen bis in seine Schulzeit zurück, in der er sich zeitgleich in zwei Theatergruppen engagierte; während er in der einen selbst auf der Bühne stand, war er bei der anderen hinter den Kulissen tätig. So sammelte er nicht nur erste Schauspiel-Erfahrung, sondern erwarb auch sein Können in den Bereichen Bühnenbau sowie Licht- und Tontechnik, das er heute auch bei den Produktionen der tollhaus theater compagnie mit einbringt.

Nach seiner Schulzeit spielte Daniel Kupp in München bei zahlreichen Produktionen des Festspielhauses mit, darunter «Tanz der Autoren, 1001 Nacht – der Orient Exzess oder ...dann leben sie noch heute». Sein Debüt vor der Kamera gab er in dem ebenfalls vom Festspielhaus produzierten Kurzfilm «Das perfekte Motiv». Bei dieser Gelegenheit arbeitete er sich als Kameramann und in das Schneiden von Videomaterial ein. Die Verbindung zum Festspielhaus pflegt Daniel Kupp bis heute, er ist dort beratend und unterstützend im Bereich Video tätig.

Die Faszination an der Theaterarbeit liegt für Daniel im ständigen Wechsel «zwischen den Welten»; am treffendsten hat dies einmal Gustav Seibt auf den Punkt gebracht:
«Das Theater ist das schönste und älteste Lügengewerbe der Welt. Ein wunderbarer Zauberkasten: Es zeigt wirklich, was in Wirklichkeit nicht ist. Hamlet stirbt und geht anschließend Spaghetti essen.»


Weiter erzählen:

+++ News +++

Februar 2019: Die Damen warten - Sibylle Berg mehr...

März 2018: Gleich zwei mal zwei Fäuste. In der Pasinger Fabrik und im Boxwerk.

Oktober 2017: Es kolpert im Gebälk... mehr...

+++ Newsletter +++




abmelden

+++ Follow us +++