Hans Schlicht

Hans Schlicht, Jahrgang 1963, kam übers Kabarett zum Theater. Noch als Gymnasiast gründete er 1980 die Kabarettgruppe «Scharwitzl», mit der er fünf Jahre später bei den Deutschen Kabaretttagen in Passau den zweiten Platz im Wettstreit um das Scharfrichterbeil gewann. Daneben wirkte er während seines Studiums als Schauspieler an mehreren Produktionen der English Drama Group mit, wo er auch Christian Auras begegnete.

Zum Tollhaus kam Hans Schlicht 1998 als intellektueller Misanthrop Alceste in Molières «Der Menschenfeind». Seitdem war er in bisher sieben weiteren Tollhaus-Produktionen zu sehen. In den «Amazonen» von Stefan Schütz überzeugte er als der zwischen Machtkalkül und Leidenschaft hin- und hergerissene Theseus. Dass er auch über ein ausgeprägtes komödiantisches Talent verfügt, konnte er dann gleich in der Folgeproduktion als komisch-trauriger Valerio in «Dirty Dishes» unter Beweis stellen, für ihn nach wie vor seine Lieblingsrolle. Nach einer Pause kehrte Hans Schlicht in der Shakespeare-Bearbeitung «SommerNachtTräume» auf die Bühne zurück und zeigte als testosterongepeinigter Heißsporn Demetrius eine weitere Facette seines schauspielerischen Könnens. In Ben Eltons «Popcorn» spielte er den Hollywood-Produzenten Karl Brezner, der «Münchner Merkur» sprach von einer hervorstechenden Leistung. Auch das nächste Stück, in dem Hans Schlicht auf der Bühne stand, stammt aus der Feder eines englischen Dramatikers: Als alternder Familienvater Gerry in Alan Ayckbourns «Glückliche Zeiten» begeisterte er durch sein fein skizziertes Porträt eines in die Jahre gekommenen Patriarchen. Sein Kommentar zu dieser Rolle: «Mann, war das anstrengend – ich selbst in 10 Jahren!».

In der aktuellen Tollhaus-Produktion «Schillers sämtliche Werke ... leicht gekürzt» hat er die Rolle des Frauenverstehers Jan übernommen, der sich u. a. in Amalia (aus den «Räubern»), in Ferdinand (aus «Kabale und Liebe»), in Königin Elisabeth (aus «Maria Stuart»), in den Dichter Kotzebue («Kotze ist der Bruder von Hui, oder?»), einen Pappenheimer (aus «Wallenstein») und in Schiller selbst verwandelt. Für dieses Stück kehrt Hans Schlicht mit großer Begeisterung zu seinen kabarettistischen Wurzeln zurück.

Hauptberuflich arbeitet Hans Schlicht als Lehrer für Deutsch, Englisch und Theater am Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing, wo er schon zahlreiche Theaterstücke inszeniert und zusammen mit seiner Frau auch einige sehr erfolgreiche Musicalprojekte verwirklicht hat.


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