Premiere:
22. Oktober 2003

Es spielen:
Anette Achtzehnter
Christian Auras
Jörg Braner
Mark Liebke
Edyta Nosowicz
Katrin Schweizer
Zeynep Tunç
Barbara Wankerl

Musik & Sounds:
Christopher Fellinger

Bühne:
Angie Brinkmann
Eva Müller

Licht:
Andreas Blüml
Jo Hübner

Choreografie:
Susanne Plenge

Art Direction:
Carsten Abelbeck

Regie:
Ulrike Auras

Das Geschenk der Gorgo

Peter Shaffer

eine Produktion der tollhaus theater compagnie

«Edward: Es gibt Menschen, die tun Dinge, die kann man nicht verzeihen.
Helen: Dieser Meinung bin ich nicht. Und werde ich nie sein.
Edward: Ich bringe dich dazu.»

Edward Damson ist maßlos in jeder Hinsicht: In seinen moralischen und politischen Grundsätzen, als Mensch und als Künstler. Er ist ein talentierter Dramatiker, aber gelähmt durch seine Maßlosigkeit ist er unfähig, die zahllosen einzelnen Szenen, die er verfasst, zu einem Ganzen, einem Theaterstück, zu formen. Doch die Professorentochter Helen, zunächst seine Geliebte, dann seine Frau, wird zu seiner Muse: Mit ihrer Unterstützung gelingt es Damson, seine Exzessivität zu bändigen und ein Stück zu Ende zu schreiben — es wird ein großer Erfolg, Damson über Nacht berühmt. Zunehmend empfindet er jedoch Helens mäßigenden Einfluss als Beschneidung seiner Kreativität und lässt sie nur noch widerwillig mitarbeiten. Die Grundthemen in Damsons Werk sind auch in seinem Leben mit Helen immer wieder Stoff für Konflikte: Gewalt, Schuld und Vergeltung. Damson glaubt an die reinigende Kraft der Rache, Helen an das Prinzip Verzeihung. Als bei einem terroristischen Bombenanschlag viele Unschuldige getötet werden, ist Edward nicht mehr zu bändigen. Gegen Helens Rat und ohne ihre Unterstützung schreibt er ein Stück, das ein Plädoyer für Rache ist. Es kommt zum Skandal, das Stück fällt durch. Edwards Glaube, dass das Theater die Kraft hat, Zuschauer unmittelbar und nachhaltig moralisch zu beeinflussen, zerbricht. Enttäuscht zieht er sich auf eine griechische Insel zurück... Den Rahmen der Handlung bilden Gespräche zwischen Helen und ihrem Stiefsohn Philip Damson, der seinen Vater Edward nie kennengelernt hat. Nach anfänglichem Zögern ist Helen bereit zu erzählen — alles.

In seinem vielschichtigen Drama «Das Geschenk der Gorgo» verbindet Peter Shaffer anhand des Perseus-Mythos und eingespielter fiktiver Theaterszenen die Lebensstationen eines exzessiven Dramatikers zu einem theatralen Diskurs über Rache und Verzeihung.


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