Premiere:
8. März 2012

Es spielen:
Ulrike Auras
Anna Verena Ruth
Hans Schlicht
Zeynep Tunç
Antje Wabnitz
Barbara Wankerl

Musik & Sounds:
Christopher Fellinger

Bühne:
Cornelia Kühnel

Licht:
Jo Hübner
Cornelia Kühnel

Kostüme & Maske:
Maja Demarczyk

Art Direction:
Cornelia Kühnel

Dramaturgie:
Ulrike Auras

Regie:
Christian Auras

Ismene

Jeremy Menekseoglu

Aus dem Englischen von Anke Ehlers

Eine Produktion der tollhaus theater compagnie

Die Erde bebt - und schon befindet sich der Zuschauer mitten in Ismene, einem Stück des US-amerikanischen Autors und Schauspielers Jeremy Menekseoglu. Das Personal stammt aus der griechischen Mythologie: Da ist zum einen die Titelfigur Ismene, einzige Überlebende aus der Familie des Ödipus und unbekannte kleine Schwester Antigones, in deren Schatten sie stets verschwindet. Sie wird von ihrem Onkel Kreon in ein Heim für schwer erziehbare Mädchen geschickt. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Art Abschiebeanstalt für Frauen, die ihre Nebenrollen in den mythischen Überlieferungen und griechischen Tragödien ausgespielt haben und nicht mehr gebraucht werden. Geführt wird das merkwürdige Internat von den ebenso merkwürdigen Schwestern Prokne und Philomela. Als sich kurz nach Ismenes Ankunft der zwielichtige Bote Te Zutritt in die Schule verschafft und vor den Türen ein unheilvoller Chor auftaucht, entbrennt ein gnadenloser Kampf um das Schicksal und das Leben Ismenes.

Menekseoglu ist mit Ismene eine gekonnte Mischung aus Thriller, griechischem Drama und Mädcheninternat-Geschichten gelungen. Nebenbei erweist sich das Stück als psychologische Metapher für den Weg jedes Einzelnen aus der Unmündigkeit hin zur Selbstbestimmung. Ismene lässt sich lesen als Emanzipationsgeschichte, bei der das Schicksal und der Wille der Götter stellvertretend für unsere verinnerlichten Dogmen und Lebenslügen stehen, die uns zu abhängigen, unfreien Wesen machen. Ismene und die anderen Frauen stellen sich diesen "Göttern", die uns oft allzu stark beherrschen, und nehmen zum Schluss ihr Leben selbst in die Hand. Sie machen sich auf ihren Weg – frei und mit unbekanntem Ziel.


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