Premiere:
12. April 2005

Es spielen:
Anette Achtzehnter
Ulrike Auras
Jörg Braner
Anton Demarczyk
Georg Eggers

Musik & Sounds:
Christopher Fellinger

Videos:
Cornelia Kühnel
Barbara Wankerl

Bühne:
Anton Demarczyk

Licht:
Jo Hübner

Kostüme & Maske:
Maja Demarczyk

Art Direction:
Carsten Abelbeck

Regie:
Christian Auras

Herr Kolpert

David Gieselmann

in einer Produktion der Tollhaus Theater Compagnie

«Das einzig Unlogische an dem Film ist nicht etwa, daß er auf einmal mit dem Gewehr in der Gegend rumballert, sondern, daß er es dabei hat.»

So beginnt David Gieselmanns tief schwarze Komödie «Herr Kolpert». Dass gleich im ersten Satz des Stücks auf einen Film verwiesen wird, scheint Programm: Gieselmanns Figuren leben in einer von Virtualität und Fiktion geprägten Welt, in der kaum noch Raum ist für eigenes, authentisches Erleben und in der die Unterscheidung zwischen Schein und Wirklichkeit immer schwieriger wird.

Ralf und Sarah haben Edith und deren Mann Bastian zum Abendessen eingeladen, es ist allerdings nichts zu essen im Haus. Macht nichts, schließlich gibt es den Pizza-Service und außerdem sollen die Gäste ja vornehmlich der Unterhaltung dienen. «Hereinspaziert. Hier ist Platz. Hier ist sonst nur noch eine Leiche.» Mit diesen Worten begrüßt Ralf die Gäste und das Spiel nimmt seinen Lauf: In munterer Folge werden artige Höflichkeiten sowie kleine und große Bosheiten ausgetauscht, man führt komisch-peinliche Konversationen etwa über die Chaosforschung oder ein Uhrenmuseum und zwischendurch kommt es zu immer handfesteren Auseinandersetzungen über eine makabere Behauptung und ein mysteriöses Klopfen. Die Situation spitzt sich zu - alles eine "Verkettung von Missverständnissen", wie Pizzabote Rudi meint? Oder haben die Gastgeber tatsächlich Herrn Kolpert, einen gemeinsamen Arbeitskollegen von Sarah und Edith, erdrosselt und seine zerstückelte Leiche in der Wohnung versteckt? Immer mehr geraten die Figuren ins Straucheln auf dem schmalen Grat zwischen Ernst und Spiel, zwischen Wahrheit und Lüge. Und in immer neuen überraschenden Wendungen treibt der Abend auf sein Ende zu, das nicht alle Beteiligten erleben werden. Alles Party!

Mit seinem im Jahr 2000 in London uraufgeführten Stück «Herr Kolpert» gelang dem jungen deutschen Dramatiker David Gieselmann eine rasante Tour de Force für fünf Schauspieler und ein Glanzstück in bester Tradition des britischen "well made play". Unter der brillanten Oberfläche von pointenreichen Dialogen und witzigen Szenen sehen wir die Figuren auf der Jagd nach dem ultimativen Kick. "Besser und schwärzer kann eine Komödie nicht sein", urteilte der Guardian.


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