Premiere:
19. Juni 2006

Es spielen:
Anette Achtzehnter
Ulrike Auras
Anton Demarczyk
Georg Eggers
Hans Schlicht
Antje Wabnitz
Barbara Wankerl

Musik & Sounds:
Christopher Fellinger

Bühne:
Cornelia Kühnel

Licht:
Jo Hübner

Kostüme & Maske:
Maja Demarczyk

Art Direction:
Carsten Abelbeck

Regieassistenz:
Anja Messerschmidt

Regie:
Christian Auras

Popcorn

Ben Elton

eine Produktion der tollhaus theater compagnie

«Bruce: "Ich hätte ihn nicht umgebracht, und Mr. Chop Chop hätte ihn schon gar nicht umgebracht, denn Mr. Chop Chop ist eine von mir erfundene Phantasiegestalt, Sie wahnsinnig gewordener Scheißkerl."»

Von so einer Nacht kann man nur träumen. Eigentlich.

Sein Film «Ordinary Americans», in dem ein junges Killerpärchen mordend und raubend durch die USA zieht, hat dem Regisseur Bruce Delamitri eine Oscar-Nominierung eingebracht. Obwohl die konservativen Kreise Amerikas gegen die explizite Darstellung von Gewalt und Sexualität in dem Film Sturm laufen und obwohl unpassender Weise gerade jetzt ein junges Killerpärchen, die Mall Killer, sein Unwesen in den Einkaufszentren der Städte treibt und Berge von Leichen hinterlässt, gewinnt Delamitri den Oscar. Und auf dem anschließenden Ball lernt er Brooke Daniels kennen, ehemalige «Playboy»-Doppelseite. Morgens um sieben landen die Beiden in Bruces Villa, doch im ungünstigsten Augenblick stehen plötzlich zwei bis zu den Zähnen bewaffnete junge Menschen im Zimmer: Wayne und Scout, die Mall Killer.

Wayne ist ein großer Verehrer von Bruces Filmen, Scout hat Frauen wie Brooke schon immer bewundert. Doch eine lockere Unterhaltung zwischen Fans und Idolen mag nicht so recht in Gang kommen. Zumal Wayne Bruce sehr anschaulich vor Augen führt, warum der Wachmann nichts mehr hören kann, und Brooke nähere Bekanntschaft mit Scouts Schlagfertigkeit machen muss. Für Bruces Produzenten Karl Brezner nimmt der Besuch bei seinem Schützling am Morgen nach der Oscarverleihung ein unerwartetes Ende, und als zu guter Letzt Bruces Frau Farrah in Begleitung der gemeinsamen Tochter Velvet hereinschneit, um die Güterteilung im laufenden Scheidungsverfahren zu regeln, werden auch diese Beiden unfreiwillig Teil einer makabren Medien-Inszenierung, in der die Fernsehzuschauer über Leben und Tod entscheiden.

In seiner 1996 uraufgeführten tiefschwarzen und bitterbösen Satire «Popcorn» greift der britische Dramatiker, Drehbuchautor, Librettist und Romancier Ben Elton die Diskussion um Rolle und Verantwortung der Medien angesichts zunehmender Gewalt in der Gesellschaft auf und macht daraus ein rasantes Bühnenspektakel, bei dem den Zuschauern das Lachen im Hals stecken bleibt.


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