Premiere:
Samstag 12. März 2016

Es spielen:
Mujtaba A.
Christian Auras

Musik & Sounds:
Christopher Fellinger

Kostüme & Maske:
Zeynep Tunç

BoxCoach:
Ravi Pagnamenta

Trailer & Fotos:
Aiko Blank

Regieassistenz:
Zeynep Tunç

Regie:
Ulrike Auras

Zigeuner-Boxer

Rike Reiniger

Eine Produktion der Tollhaus Theater Compagnie

Hans und Ruki wachsen in der Altstadt auf; dort sehen alle Kinder gleich aus: mager, dreckig, struppige Haare, schlechte Zähne und geflickte Hosen von den älteren Geschwistern. Als Hans vierzehn ist, hat sich seine Mutter tot gesoffen. Er lässt die Schule sein und beginnt zu arbeiten. Für den alten Polen zieht er den Schrottwagen über das verdreckte, vereiste, nasse oder heiße Kopfsteinpflaster. Er und Ruki verlieren sich aus den Augen, kaum dass sie sich kennengelernt haben.
Nach zwei Jahren treffen sie sich zufällig wieder – im Boxclub. Dort gibt es für den Sieger ein warmes Mittagessen. Ruki ist begabt, gewinnt Amateurmeisterschaften. Hans hat weniger Talent; er hält sich dafür mit „Geschäften“ immer besser über Wasser.
Ruki wird Profi, geht nach Berlin, durch seinen unorthodoxen Kampfstil wird er der Liebling des Boxpublikums. Hans muss wegen der Geschäfte unsichtbar werden und zieht ebenfalls in die Hauptstadt. Die Freunde treffen sich wieder.
Inzwischen sind die Nazis an die Macht gekommen. Ruki ist Zigeuner; die neuen Machthaber machen ihm das Leben schwer. Als Ruki den Titelkampf um die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht gewinnt, wird ihm der Titel nachträglich aberkannt. Wegen „undeutschen“ Boxens. Ruki setzt sich auf seine Art zur Wehr. Dann muss er untertauchen.
Als Hans und Ruki sich das nächste Mal wiedersehen, sind beide Häftlinge im Konzentrationslager – wo ihre Geschichte bei einem letzten gemeinsamen Boxkampf zu Ende geht.

Rike Reinigers Stück Zigeuner-Boxer wurde 2011 beim Heidelberger Stückemarkt mit dem Preis des Freundeskreises ausgezeichnet. Es basiert auf der Biografie des deutschen Sinto-Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann, der 1944 im KZ Neuengamme ermordet wurde.
In ihrem dichten und brandaktuellen Monologtext erzählt Reiniger von Freundschaft in schwierigen Zeiten, von Mut und Feigheit. Sie gibt das Wort einem Gequälten, der vergessen möchte und sich erinnern muss.

Die Tollhaus Theater Compagnie freut sich, diese Produktion an zwei Abenden im BOXWERK präsentieren zu können.



Aufführungsrechte: Theater Stück Verlag, München

Gefördert durch den Bezirksausschuss 3 der Landeshauptstadt München

Gefördert durch den Bezirksausschuss 3 der Landeshauptstadt München

Weiter erzählen:

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